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Beiträge vom 25. September 2008

Geocaching – Zu Nebenwirkungen fragen Sie…

Donnerstag, 25.09.2008 20:10 Uhr geschrieben von  

…den Ausrüstungshändler Ihres Vertrauens und ihre Bank oder Ihren Lebenspartner.

Brauchen Sie ein GPS Gerät mit integriertem HSDPA Chip, Webbrowser, fünf Megapixel Kamera und hochauflösendem HD-Display? Benötigen Sie Gore-Tex Wanderstiefel,  Wüstenstiefel und die neuesten Wasser- und Säurefesten Hikingschuhe für den Lostplace zwischendurch? Sie brauchen mindesten vier verschiedene taktische Special-Forces-Taschenlampen mit durchschnittlich 10W und 500 Lumen Leds und absolut exotischen, in Europa nicht erhältlichen Batterieformaten? Sie haben zwei verschiedene 70-Meter Kletterseile, 50 Key-Lock Karabiner, fünf Abseilgeräte und alpine Steigeisen für den nächsten 10-Meter Kletterbaumcache? Ihr Geocaching-Einsatz-Rucksack wiegt zusammen mit dem UMTS-Notebook auf dem Sonntagsspaziergang mit Ihren Schwiegereltern ca. 25 Kilo (es könnte ja ein FTF möglich sein)?

Habe Sie mindestens eine Frage mit JA beantworten können, dann gehören Sie zu der Gruppe der ASGC (Ausrüstungs-Süchtigen-GeoCacher). Brauchen wir wirklich GPS Geräte, mit denen auch eine Weltreise möglich ist? Brauchen wir taktische Einsatzlampen fürs Nachtcachen? Müssen wir unbedingt eine komplette Kletterausrüstung für die T5 Pseudoklettercaches haben? Muss die Kleidung mindestens aus dem neusten Gore-Tex Material bestehen?

Nein, es geht natürlich auch ohne das alles. Ein GPS der vorletzten Generation nur mit Kompassanzeige  bringt uns auch zum Cache. Genauso leuchtet uns die Lampe vom Discounter den Weg. Nur für die paar T5-Caches braucht man natürlich keine komplette Kletterausrüstung. Und es soll möglich sein, in alter Jeans und BW-Parka vom Papa den Cache zu finden. Laut unbestätigten Gerüchten gibt es sogar Puristen, die auf ein solch minimalistisches Geocacher-Leben schwören.

Aber………….macht das etwa Spaß?

Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Meine Wenigkeit sagt mit einem Augenzwinkern: „Nein!“

Gruß,
maec21

Thema: Allgemein, Technik | 4 Kommentare

Bilanz: Nach einem Jahr geocaching…

Donnerstag, 25.09.2008 12:48 Uhr geschrieben von  

Etwas mehr als ein Jahr ist es jetzt her, dass ich [EntropyCoM] mit dem Geocaching angefangen habe, erst habe ich nur Erzählungen von Arbeitskollegen aufmerksam und interessiert gelauscht, aber irgendwann wollte ich dann selber mal auf die Jagd gehen. Eine GPS-Hardware wollte ich erst nicht kaufen, scheute ich doch noch den hohen Anschaffungswiderstand.
Nach dem ich dann in die Benutzung der offiziellen Webseite eingewiesen war und mir einen eigenen Account angelegt hatte, wollte ich mit meinem Auto-Navi losziehen. Das konnte zwar nur die reine Dezimal-Darstellung der Koordinaten, aber ich dachte mir, mit etwas Köpfchen, kann man das dann schon irgendwie hinbekommen. 😉
Also erst mal die Heimatkoordinaten bestimmt und dann gesucht, was an Cache-Listings in der Nähe existiert. Und siehe da ein Cache in 980 m Entfernung. Obacht, da brauchte ich aufgrund von Ortskenntnis gar kein GPS. Trotzdem das Auto-Navi wie eine Bibel vor mir her getragen… man, was müssen die Leute gedacht haben… =)
Den Cache hatte ich dann recht zügig gefunden, weil der „Spoiler“ und die Hints gut und eindeutig waren. Jetzt, wo ich diesen gefunden hatte, hatte ich Blut geleckt. Jetzt sollten andere Cache dran kommen. Gesagt getan und da kam dann die Ernüchterung. Mit diesem popeligen Navi ohne Richtungspfeil und ohne alles… nee, das geht gar nicht. Die nächsten Cache waren fast unmöglich zu finden. Im Nachhinein betrachtet fehlte einfach die Erfahrung und auch eine minimal bessere technische Unterstützung. Besagter Arbeitskollege hat mir dann auch vorübergehend (nochmals vielen Dank an dieser Stelle) ein Garmin GPSmap 12 geliehen und mich damit noch weiter angefixt. Damit habe ich dann unter anderem Cologne’s First und Pohl’s Kapellchen gemacht, trotz des Alters des Gerätes hat das super funktioniert und irre Spass gemacht.
Vom Geocaching an sich hatte ich aber auch schon mal gehört und das Logo kannte ich aus einem anderen Hobby heraus schon, bevor mich der Kollege dazu gebracht hat, selber zu cachen.

Da ich aber auch noch sehr technologisch verliebt bin, musste dann doch so ein Teufelsgerät her. Und knapp einen Monat nach Anmeldung meines GC-Accounts, war ich stolzer Besitzer eines Garmin GPSmap 60CSx. Dies hatte ich beim Arbeitskollegen gesehen und natürlich für gut befunden. Allerdings hatte ich auch noch den City-Navigator 9 NT, die Garmin Topo Deutschland, Auto- und Fahrradhalter und eine Speicherkarte gekauft. Aua, das war dann ganz schön teuer [damals -> 06.10.2007]. Am Tag des Erhalts habe ich vor lauter Freude und Testdrang direkt 4 Cache gemacht. =)

Mit dem 60CSx bin ich dann stets losgezogen und ich bin [trotz des Kaufs eines Colorado 300] immer noch sehr glücklich damit und greife gerne wieder darauf zurück. Oftmals werde ich mit beiden Geräten gesichtet. Das Colorado gefällt mir wegen der drauf-lad-baren Cachebeschreibungen und dem selten funktionierenden WhereIGo! dagegen ist das 60CSx ist von der Haptik einfach besser und schneller. [Ich hoffe die Magellan und „sonstewas“ Besitzer sehen es mir nach, dies soll keine Werbung für Garmin sein.]

In dem Jahr habe ich jetzt knapp 436 Cache gehoben und 8 gelegt. Leider musste ich schon einen meiner Cache archivieren. Ich denke das Problem in der Stadt ist es, ein muggelfreies oder muggelsicheres Versteck zu finden. Ferner habe ich mich zum GEOcoin Addict entwickelt und sammle leidenschaftlich gerne.

Wie ich zum Geocoin kam… tja, eigentlich ist auch daran besagter Arbeitskollege „Schuld“. Er zeigte mir mehr unbedarft einen dieser kleinen Coins und als wir einen LP Cache gemeinsam angingen, fanden wir in der Dose auch noch einen GeoCoin aus dem deutschen GeoCoinShop. Dort habe ich mich dann umgesehen und angefangen zu bestellen. Damit war alles passiert…

Aber das bereue ich nicht, ich bin total begeisterter Coin Sammler und dem Kollegen sehr dankbar, dass er mir dieses Hobby – das Cachen und das Coin Sammeln – nahegebracht hat. Mittlerweile habe ich über 700 aktiviert Coins in meiner Sammlung und einige wenige sind auch auf reisen. Davon ist auch schon einer verschwunden. Aber das passiert eben.

Die Frage was mehr Spass macht: Legen oder Suchen?
Tja, das ist so eine Sache. Eigentlich ist das Legen sehr reizvoll und interessant. Aber die Enttäuschung, wenn der Cache gemuggelt wurde, ist weit größer als beim DNF. Für mich hält es sich die Waage, Ideen für neue Cache habe ich schon, nur die passenden Orte finde ich sehr selten spontan. Deshalb habe ich noch 3 unveröffentlichte Cache auf Halde.

Zu den Caches die ich gefunden habe möchte ich noch sagen, ich finde im Nachhinein alle gelungen, jeder steht eben für sich. Und trotz macher Kritikpunkte – auch der, die ich geäußert habe – sind alle wertvoll und haben eine Daseinsberechtigung; jedem Owner soll hiermit nochmal gedankt sein.

Gruß
EntropyCoM

Thema: Allgemein | 7 Kommentare