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Beiträge vom » Oktober, 2008 «

Serie gerissen

Freitag, 31.10.2008 10:56 Uhr geschrieben von  

Ich hatte mir vor mehr als 2 Wochen mal meine Statistik Auswertung von GSAK angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, das ich im April eine Strähne von sechs aufeinanderfolgende Tage mit Funden hatte. Diese wollte ich umgehend ändern. Ich schaute mir an, was ich so in den nächsten Tagen schnell mal loggen kann. Die ersten Tage waren noch einfach, die 6 Tage-Serie hatte ich recht zügig egalisiert, aber mit zunehmender Dauer wurde es immer schwieriger. Probleme bestanden in der mangelnden Zeit und der Tatsache das es jetzt Abends zeitig finster ist und sich so viele (lange) Multis nicht mehr bewältigen lassen. Und ich nicht unbedingt weit fahren wollte.

Am vergangenen Mittwoch ist meine Serie dann gerissen. 14 Tage lange hatte ich es geschafft jeden Tag mindestens einen Cache zu loggen. In der Zeit habe ich 19 Caches gefunden, Tradis, Multis, Mysterys und einen WheriGo. Der entfernteste Cache war 9 Kilometer weg, ansonsten habe ich meine 5 Kilometer-Homezone aufgeräumt. Aber immer noch liegen in meinem 5km Radius 20 ungeloggte Caches, dem stehen aber bereits 108 gefundene Dosen gegenüber.

Die Serie hätte nicht reissen müssen, denn es wäre ein leichtes gewesen nach Wesslingen oder Meckenheim zu fahren und dort Tradis einzusammeln. Aber ich wollte zum einen meine Radius bereinigen und nicht allzuweite Strecken mit dem Auto zurücklegen. Mal sehen, wann ich den nächsten Versuch unternehme diese Serie zu brechen.

Wie viele Tage umfasst die längste Serie?

Thema: GEOcaches | 8 Kommentare

5 Fragen – Geocacher Blinky Bill gefragt

Mittwoch, 29.10.2008 08:19 Uhr geschrieben von  

Der Name Blinky Bill ist sicherlich kein ganz unbekannter in der deutschen Geocaching Szene und ich freue mich das sie zu diesem Kurzinterview bereit waren. Die Blinky Bills haben in den letzten 7 Jahren mehr als 6.000 Founds verbucht und sind damit unter den TOP 10 Cachern in Deutschland zu finden. Auch wenn Near Düsseldorf schon fast nicht mehr zu unserem eigentlichen Blogger/Caching-Gebiet dazu gehört wünsche ich viel Spaß beim Lesen.

Wann und wie seid Ihr zum Geocaching gekommen?
Anfang 2001 hatten wir uns ein Garmin 12CX zugelegt, um auf unseren Reisen interessante Streckenverläufe (Wanderungen, Motorradtouren, Offroadtouren etc.) dokumentieren zu können – zu diesem Zeitpunkt hatte das noch rein gar nichts mit Geocaching zu tun. In der darauf folgenden Zeit suchten wir dann hin und wieder im Internet nach GPS-relevanten Quellen und stießen so zufällig auch auf gc.com. Zunächst war dies nur eine willkommene Gelegenheit, den Umgang mit dem GPS ein wenig zu üben :-). Dabei sind wir dann auf den Geschmack gekommen und haben Geocaching als zusätzliche Freizeitbeschäftigung “adoptiert”. Da sich dieses Hobby gut mit unseren Reiseaktivitäten kombinieren ließ, sind wir seitdem auch im Urlaub (meistens) auf Cachesuche. Schade, nur das es Geocaching nicht schon eher gegeben hat, denn die wirklich interessanten Reiseziele hatten wir bereits vor 2001 besucht.

Ihr habt eine sehr hohe Anzahl (momentan über 6.000) von gefunden Caches, wie muss man sich eine Woche bei Euch vorstellen bzw. wie kommt Ihr auf so eine gigantische Zahl?
Wie bereits erwähnt, sind wir ja schon seit 2001 dabei. Damals war die Suche nach einem Cache i. d. R. noch mit viel Fahrerei verbunden; in ganz Deutschland gab es, soweit wir uns erinnern weniger als 75 Caches, da sind wir dann an den Wochenenden durchaus bis runter nach Stuttgart oder quer durch die Benelux-Länder gefahren (insbesondere die Niederlande waren Deutschland zu der Zeit, was die Cacheanzahl angeht, weit voraus). Es hat uns aber trotzdem oder gerade deshalb Spaß gemacht, da man auf den Touren immer wieder neue interessante und/oder schöne Orte bzw. Ideen (Verstecke, Aufgaben usw.) kennengelernt hat. So haben wir dann über die Jahre immer öfters Cachetouren gemacht (einen Monat ohne Cachefound gibt es bei uns bis dato noch nicht :-) ), die meistens unter der Woche geplant wurden; so hat sich dann im Laufe der Zeit diese “hohe” Fundzahl einfach ergeben.
Nach wie vor verzichten wir dabei auf den ganzen elektronischen Paperless-Firlefanz und drucken uns die Beschreibungen einfach aus – so hat man immer Platz genug für Notizen, Berechnungen etc.

Habt Ihr einen Cache, damit es nicht zur schwer wird auch zwei, drei Caches, die Ihr jedem empfehlen könnt? Ihr habt soviel Erfahrung, was macht einen guten Cache aus?
Cacheempfehlungen sind so eine Sache. Jeder hat andere Vorlieben, die man zwar nicht unbedingt immer ganz verstehen muss, aber tolerieren sollte . Daher ist es recht schwierig, diesen oder jenen Cache vorzuschlagen. Über unser Profil kann man auf eine Tabelle mit Empfehlungen verzweigen, die gerade aktualisiert wurde. Zudem gibt es noch eine Bookmarkliste. Beide Listen geben natürlich nur unsere persönliche Meinung wieder und sind höchstwahrscheinlich für den ambitionierten Micro-(Serien)-schnelle-Punkte-Sammel-Cacher völlig nutzlos ;-)

Wie sieht Ihr die Zukunft des Geocaching?
Mit gemischten Gefühlen, wobei der Optimismus aber noch überwiegt. Wenn wir uns an die Anfänge erinnern, war es verbreitet sein Onlinelog in Englisch zu schreiben, Microdosen wurden höchst selten versteckt, Nanos waren unbekannt und eine Abstandsregel überflüssig. Aber der guten alten Zeit nachzutrauern bringt nichts, denn wir leben im heute und die Entwicklung bei Geocaching hat sich unserer Meinung nach in den letzten Jahren sowohl positiv, wie auch leider negativ entwickelt. Es hat sich gezeigt, das es sich mit der Publicity so verhält wie mit dem römischen Gott Janus. Dadurch gab es zwar erstmal viele neue Caches, was ja durchaus ein positiver Effekt war; gleichzeitig sank aber die Qualität. Während man zu Beginn des GC-Zeitalters durchaus behaupten konnte, das die meisten Verstecker sich wirklich Mühe mit ihren Caches gegeben haben (gute Location, tolle Tausch-Items; hier und da wurde auch richtig Geld investiert: z.B. Malamutes XXL-Cache für Bücher und CD’s, der aus einer riesigen wasserdichten Expeditionskiste bestand – GC671F), muss man mittlerweile feststellen, das der schnelle Serien-Micro an Raststätten, Kirchen, Polizeiwachen, Krankenhäusern, Spielplätzen, Fußballplätzen, Blitzlichtern (Radarfallen) usw. für einige Cacher ein vermeintlicher Trend zu sein scheint. Ein Neu-Cacher, der vielleicht vor seiner Haustüre in der Mehrzahl solche Caches liegen hat, wird sich höchstwahrscheinlich an dieser Art orientieren, wenn er selber Caches versteckt und die Qualität sinkt weiter.
Allerdings sollte man diesen Punkt jetzt nicht verallgemeinern, denn es gibt auch genügend Beispiele für Neuverstecker, die sich viele Gedanken und Mühen beim Auslegen ihres ersten Caches gemacht haben.
Insgesamt betrachtet wird es aber zum einen immer schwieriger, die Caches nach seinem persönlichen Geschmack herauszufiltern und zum anderen eine sehenswerte Location zu finden, da diese in vielen Gebieten aufgrund der Masse bereits bedost sind.
Aber auch hier bleibt die Entwicklung ja zum Glück nicht stehen und Bookmarklisten, persönliche Kontakte zu anderen Cachern, die Empfehlungen geben oder Forumsbeiträge sind eine gute Hilfe.

So wird für uns Geocachen auch zukünftig kein schnelles Tradi-Punkte sammeln sein, denn in den mittlerweile über sechs Jahren sind wir nicht nur in Gegenden geführt worden, wo wir sonst bestimmt nie gelandet wären, sondern haben uns auch mit Rätseln beschäftigt, mit deren Thematik wir wohl sonst nicht in Berührung gekommen wären. So lernt man nie aus, Geist und Körper bleiben auf Trab und durch die Vielfalt ist für jeden etwas dabei. Die dabei entstandenen neuen Freundschaften und weitere nette Kontakte zu Gleichgesinnten – sei es nun über E-Mails oder zusammen auf gemeinsamer Cachetour möchten wir nicht mehr missen und werden wohl dem Hobby weiterhin treu bleiben.


Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. :-)

Thema: Interview | 9 Kommentare

Geocoins kaufen?

Sonntag, 26.10.2008 17:18 Uhr geschrieben von  

Nach dem Studium unserer Zugriffsstatistik ist mir aufgefallen, dass es wohl Leute gibt, die tatsächlich Geocoins kaufen wollen. Zumindest sind einige Menschen mit dieser Suchabfrage bei uns im Blog gelandet.

Nun ja, um es kurz zu machen: Lasst es lieber! Das kann schnell zur Sucht werden. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung. Ein kleiner Blick in mein Profil zeugt von der Sucht.

Aber es soll ja unverbesserliche Menschen geben, die trotzdem versuchen diese kleinen süßen, farbigen, metallischen, teils leuchtenden, glitzernden und so weiter Dinger zu erstehen.

Nochmals meine Warnung: Lasst es lieber bleiben! Ich übernehme keine Verantwortung für das was danach passiert. Für die, die wirklich und wahrlich wissen wollen, wo man Geocoins kaufen kann, vereise ich auf die heilige Seite im Netz die uns alles verrät (nein, nicht google!), nämlich die Homepage der Geocoins.
Hier findet Ihr auf der rechten Seite im unteren Bereich eine (internationale) Auflistung von Geocoin-Herstellern. In der Regel kann man dort in den Shops auch Geocoins kaufen.

Mancher ist vielleicht auch schon bei ebay fündig geworden. Aber hierbei sollte man besondere Vorsicht walten lassen, nicht das man über’s Ohr gehauen wird. – Nein! Aber teilweise sind die Preise dort total “überzogen” und durch die “Hochbieterei” – ich sag’ mal – apothekisch [schöne Wortkreation!].

Lieber sollte man VORHER überprüfen, ob diese Coin wirklich [V]HTF ([Very] Hard to Find, also “[sehr] schwer zu finden”) und/oder “Sold OUT!” (also Ausverkauft!) ist. Leider fallen immer wieder nette und freundliche Menschen darauf rein.

Ich habe schon öfter Angebote auf ebay gesehen, wo vermeindlich ausverkaufte Geocoins zu horrenden Preisen mit den Attributen “[V]HTF” und/oder “Sold Out!” und/oder “RARE” verkauft wurden, die im entsprechenden Shop noch frei verkäuflich sind. Natürlich sollte man bedenken, dass der ebay-Verkäufer ggf. schon den Import (Zoll und EUSt) und die Versandkosten dafür übernommen hat. Aber sofern der Coin nicht wirklich ausverkauft ist, sollte eine solche Benennung meines Erachten unterbleiben.

Leider werden von findigen Leuten die Shops schnell leer gekauft, um dann bei ebay einen Schnitt zu machen. Das kann man natürlich keinem verbieten, aber für Sammler wie mich ist das… naja, nicht gesundheitsfördernd.

Ich möchte hier keine Empfehlung aussprechen und belasse es deshalb mit dem Link auf die oben genannte  Homepage der Geocoins. Allerdings kann ich bestätigen, dass alle möglichen Shops – ob aus DE, USA, SE, CH, NL, NO, UK oder sonstwo – einen meines Wissen vorbildlichen Service bieten und im Grunde keine Wünsche offen lassen. Außer vielleicht, dass die Geocoins noch günstiger sein könnten … =)
Falls jemand Hinweise und Tipps möchte kann er/sie mich gerne anmailen.

Gruß
EntropyCoM

BTW: Auch ich habe schon öfter Coins bei ebay ersteigert.

Thema: Allgemein, GeoCoins, Trackables, TravelBugs | 4 Kommentare

LED Taschenlampen

Freitag, 24.10.2008 11:33 Uhr geschrieben von  

Ich besitze seit über einem Jahr eine MiniMag AA und bin damit auch zu frieden, nur reicht mir das Licht bei Nachtcaches nicht wirklich aus und vorallem wenn ich die Lichtleistung der Anderen bei Nachtcaches sehe. So habe ich mich mal nach einer Alternative bzw. einer besseren Lampe umgesehen.  Jetzt stehe ich vor der Frage, welche LED Lampe soll ich mir kaufen, ich kann mich nicht entscheiden. Was ist wichtiger, Fokussierung oder verschiedene Helligkeitsstufen? Hokus Focus (~40 €) oder Led Lenser P7 (~65 €)? Der Preis spielt, aber auch eine Rolle. Für mehr Geld gibt es bestimmt auch noch viel bessere Taschenlampen.
Oder gibts noch andere gute LED-Taschenlampen in der Preisklasse??

Thema: Technik | 9 Kommentare

5 Fragen – Geocacher roli_29 gefragt

Donnerstag, 23.10.2008 16:17 Uhr geschrieben von  

Endlich gibt es eine Fortsetzung der Serie 5 Fragen an Geocacher aus der Region. Dieses Mal stand mir Roland (roli_29) Rede und Antwort. Er hat bisher über 3.000 Caches gefunden und über 35 Geocaches versteckt. Sein neuster Cache National Treasur (GC1E01T) ist ein schöner Mystery.

Seit Sommer 2004 bist Du aktiv, gab es Phasen in den Du keine Lust mehr hattest?
Bisher ist eine Unlust noch nicht aufgetreten. Es gibt vielleicht Tage, an denen mir das Wetter zu ungemütlich ist, um durch die freie Natur zu wandern, aber dann kann ich immer noch meine grauen Zellen auf Trab bringen, indem ich mich an einem Mystery-Cache versuche. Wenn ich die Zeit habe, nutze ich sie sehr gern für Geocaching. Dabei ist mir manchmal schon selbst der Gedanke gekommen, ob da nicht schon ein gewisses Suchtverhalten bei mir zum Vorschein kommt.

An Hand Deiner Statistik ist gut zu erkennen, dass Du in kurzer Zeit immer viele Caches loggst. Erzähl doch mal wie Du Dich immer Deine Touren vorbereitest.
Da ich auch auf Rücksicht auf die Familie nicht jeden Tag auf Cachesuche gehe, versuche ich mich dann für eine Cachetour gut vorzubereiten und gucke mir schon auf der Karte an, welche Caches sich gut kombinieren bzw. verbinden lassen. Als gute Hilfsmittel haben sich da die Programme GSAK (Cacheverwaltung) und OziExplorer (Kartenprogramm) erwiesen, die auch gut zusammen arbeiten. Da ich momentan alle Caches im Umkreis von 80km in GSAK führe, habe ich so einen recht guten Überblick und kann so eine Vorauswahl treffen und Strecken planen, um schließlich recht effektiv auf Cachesuche zu gehen. Ich bin kein Freund von Mehrfachanreisen. Bei den heutigen Spritpreisen versuche ich so zu planen, dass möglichst viele Cache in einem Gebiet zu finden sind, um nicht für jeden Cache einzeln wiederzukommen. Da ich dann auch nicht sehr wählerisch in Sachen Cachequalität bin, versuche ich mich gerne an jedem Cache. So kommen dann schon mal ein paar Caches zusammen.

Du versucht ja Deine Homezone (20km) sauber zu halten und hast so einen guten Überblick hier in der Ecke. Wie empfindest Du die Qualität der Caches in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis?
Im Vergleich zu anderen Gegenden in Deutschland oder vielleicht sogar weltweit gesehen, denke ich, dass wir eine recht hohe Qualität an Caches haben. Dabei denke ich, dass die große Cachevielfalt in unserer Umgebung da sehr ausschlaggebend ist. Nicht nur, dass alle möglichen Dosengrößen zu finden sind, haben wir doch auch eine große Vielfalt an Cachetypen. Hinzu kommt noch, dass diese Caches in einer landschaftlichen Umgebung versteckt sind, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat, wie z.B. Citycaches oder Wandermultis im Siebengebirge oder dem Ahrtal. Aber über die Ansicht, was die Qualität eines Caches ausmacht, lässt sich ja bekanntlich streiten!

Und was macht deiner Meinung nach einen guten Cache aus?
Ich denke es kommt einfach nur darauf an, ob ein Cache Spaß macht. Natürlich ist es fast unmöglich, dass ein Cache wirklich jedem Spaß macht, denn jeder Mensch hat einen anderen Geschmack oder andere Gewohnheiten. Der eine sieht den einzigen wahren Sinn in Geocaching darin, am Wochenende, bei strahlendem Sonnenschein durch den Wald zu wandern und Regular-Dosen zu suchen. Der Andere hat dazu nicht die Möglichkeiten, die Zeit, oder die Lust und freut sich auch über einen schnellen Micro an einer Kirche und erlebt mit diesem Fund sein Erfolgserlebnis des Tages. Somit kann jeder Cache irgendjemanden Spaß bereiten und kann als guter Cache gelten. Ich persönlich habe noch keinen meiner Cachefunde bereut, sie haben mir alle auf die eine oder andere Art Spass gemacht! ;)
Traurig finde ich nur, dass es immer mehr Geocacher gibt, die sich doch recht intolerant in manchem Log äußern. Da werden wohl teilweise, die eigenen Vorlieben als der einzig wahren Maßstab für dieses Hobby angesehen und wenn ein Cache diesen Ansprüchen nicht gerecht wird, muss im Log kräftig darüber hergezogen werden. Das dieser Cache aber für andere Geocacher vielleicht eine gute oder vielleicht einzige Möglichkeit bietet, das Hobby zu erleben, wird natürlich nicht bedacht. Dabei wäre es dann nur konsequent, diese “unliebsamen” Caches gar nicht erst zu suchen und die Funktion der Ignore Liste zu nutzen! Da spielt dann aber wohl doch die so oft geleugnete Statistikverliebtheit eine Rolle! Bisher ist mir nur ein Geocacher begegnet, der seine Ansicht von Cachequalität richtig befolgt. Er kann auch 5 Meter vor dem Cacheversteck
umdrehen, wenn er sieht, dass die Suche ihm nicht mehr zusagt und muss dann kein “besserwisserisches” Log dazu verfassen.

Wie siehst Du die Zukunft vom Geocaching?
Ich denke, dass sich Geocaching durch die Menschen, die es betreiben immer weiter verändern wird. Dabei kommen durch neue Geocacher immer auch neue Ideen, Meinungen und Vorlieben hinzu, andere fallen mit der Zeit einfach weg. Interessant finde ich z.B. die verschiedenen “Modewellen”, die durch die Geocaching-Szene gehen. Da gab es die ganzen Gotteshäuser-Micros, dann wurden die Nachtcaches sehr populär und nun meine ich eine Tendenz zu erkennen, bei der die Klettercaches sich sehr großer Beliebtheit erfreuen. Und auch die Technik bringt ja neue Möglichkeiten, wenn wir mal an die Wherigo-Caches denken. Was kommt wohl als nächstes?
Ich hoffe nur, dass uns die große Cache-Vielfalt erhalten bleibt, denn was ja Geocaching wesentlich ausmacht ist, dass JEDER mitmachen und auch so betreiben kann, wie er es mag!

Besten Dank für Deine Offenheit, Roland!

Thema: Interview | 2 Kommentare

Die T/D Lüge…

Dienstag, 21.10.2008 09:05 Uhr geschrieben von  

In letzter Zeit (es mag auch daran liegen, dass es Sommer war) wurden hier im Rheinland vermehrt auch T5 Cache gelegt. Um es konkreter zu machen, es sind einige viele Klettercache dazu gekommen.

Dies ist natürlich eine Bereicherung für alle Cacher und auch zu begrüßen. Allerdings habe ich mir dann die Frage gestellt, die ich mir immer stellen muss, wenn ich ein eigenes Listing veröffentliche, wie bewerte ich wirklich realistisch das Terrain und die Difficulty?

Geocaching.com verweist selbst auf die Webseite von ClayJar. Allerdings führt das meines Erachten nicht immer zum gewünschten Ergebnis. Bei meinen Recherchen habe ich dann noch eine Seite gefunden, die recht nett versucht, einem die Bewertungen vor Augen zu führen. Dabei sind einige nette Bilder dabei, die es doch recht anschaulich darstellt.

Dabei muss man eingestehen, das Groundspeak sich diesbezüglich sehr zurückhält. Auf der offiziellen Seite wird zwar haarklein erklärt, wie man einen Cache zu legen hat (bzw. wo man es nicht machen soll; von wegen Bahngleisen, Regierungsgebäuden, militärische Einrichtungen, Abstandsregel und so) und auch, wie genau die Größeneinteilung im Listing zu interpretieren ist (also 35mm Filmdose = Micro und dergl.) aber wie genau man Difficulty und Terrain einschätzen soll, ist nicht zu finden. Dies finde ich persönlich sehr schade, da man als Suchender genauso wie als Verstecker nicht genau weiß, wie ein Cache einzuschätzen ist.

Ist einmal den Berg (400 Höhenmeter) rauf und runter T3 oder T3,5 oder nur T2? Fragen über Fragen. Ich habe soviel verstanden, dass T1 bedeutet JEDER kann den Cache schnell und problemlos heben, während T5 bedeutet, dass hierfür spezielle Ausrüstung gekauft bzw. mitgebracht werden muss.

Unter T5 fallen dann natürlich nicht nur Klettercache, sondern auch Tauchercache (z. B.: 20000 Meilen unter dem Meer oder auch Fishermans Cache) oder welche wo ohnehin keiner hin kommt (z. B.: ein schöner Tradi: SANAE-IV oder ein schöner WebCam-Cache: Antarctic Views oder auch ein schöner Virtueller Cache: Penguin Dance) =).

Mein persönlicher Favorit – nur m. E. noch nicht umgesetzt worden – ist der Cache mit Dose im Säurebad. Wo zur Bergung der Dose spezielle, säurefeste Handschuhe mit Armlänge benötigt werden, um die Dose aus dem Bad zu nehmen. Wäre dann wohl auch T5, selbst wenn man sonst nichts besonderes [Geländewagen, Boot, Taucherausrüstung, Schneemobil, Kletterausrüstung, Metallsuchgerät, etc.] braucht.

Die Difficulty ist genauso schwer zu beurteilen und sollte m. E. von Groundspeak auch mal genau (!) festgelegt werden. Machner findet Sudokus schon schwer, Andere benutzen einfach einen Sudokulöser aus dem Internet und haben die Lösung in Sekunden.
Ähnlich ist es bei verschlüsselten Listings, während einige alles händisch machen (D=5), haben Andere findige Programme aufgetan (D dann = 1) und sind sofort fertig.

Mache Owner versuchen es mit schier unlösbaren Rätsel oder mit Fachgebieten oder besonderem Wissen das nur sehr spezielle Menschen oder eine sehr eingeschränkte Benutzergruppe kennt. Ist das noch geocaching… oder eher die 1 Millionen Dollar Show?

Ergo die goldene Lösung gibt es nicht, aber bei all den schönen Regeln des Geocaching fehlen mir persönlich die, zur besseren Einschätzung des Terrains und der Difficulty.

Auch hierrüber kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein, aber dafür gibt es hier ja die Kommentar Funktion. Ich bin mal gespannt auf eure Meinungen.

Gruß
EntropyCoM

BTW: Auch die deutschen Reviewer verweisen nur auf Ihrer Seite nur auf die von ClayJar. Schade! =(

Thema: Allgemein, GEOcaches | 5 Kommentare

Owner Maintenance? Oder was?

Montag, 13.10.2008 09:07 Uhr geschrieben von  

In letzter Zeit bemerke ich viele “Needs Maintenance” Logs [man hat ja schließlich dafür eine Notification] mit dem Inhalt: “Logbuch voll, dringende Pflege des Owners angesagt!”, teilweise noch in schärferem Tonfall.

Als mich damals (vor etwas mehr als einem Jahr) mein Arbeitskollege Smeagle zum Geocachen brachte, erklärte er mir, was mir total plausibel und sinnvoll erschien, dass es zum guten Ton gehört, immer alles mögliche zum “Helfen-in-der-Not” dabei haben sollte. Soll heißen, das man eigentlich immer einige Zipp-Lock-Tüten oder Gefrierbeutel, einige Logbücher, Einkaufstüten [allerdings nur für Tütencache], Ersatzstifte und dergleichen dabei haben sollte, um einer Dose in Not schnell wieder auf die Beine zu helfen.

Um so mehr verwundert mich die aktuell vorherrschende Sitte, bei jedem kleinen Zipperlein den Owner um “Maintenance” bzw. Wartung zu bitten. Ich habe selber auch schon Logbücher und Logbuch-Schutz-Beutel getauscht und erwarte dafür kein Dankeschön; dies gehört meines Erachtens zum Spiel und guten Ton dazu.

Ich persönlich finde es Schade, dass diese Sitte immer mehr einreißt. Wenn man schon vor Ort ist, kann man doch gleich Abhilfe schaffen.

Interessant finde ich es, wenn dann ein Cacher im normalen Log schreibt: “… Logbuch schon voll, aber ich habe noch ein kleines Plätzchen gefunden!”, oftmals wird das von andern Cachern gelesen, die einige Tage später diesen Cache besuchen und dann auch noch darüber wettern, dass das Logbuch ja immernoch (obwohl kein Log des Owners dazwischen war) voll ist…

Verkehrte Welt – nein, leider nicht. Meiner Meinung sollte man NM (Needs Maintenance) nur loggen, wenn die Dose oder eine Station defekt, unter Wasser oder sonstwie beschädigt/defekt/zerstört oder weg ist.

Und ja, auch ich habe dies in Logs schon geschrieben, allerdings habe ich dann in der Regel an dem Tage schon meine “Ersatzausrüstung” aufgebraucht und es war für diesen Cache nichts mehr da.

Ich will nicht den Superhelden rauskehren, aber vielleicht denkt der Eine oder Andere mal ein wenig darüber nach. Dies würde mich persönlich sehr freuen.

In diesem Sinne
EntropyCoM

PS: Ich weiß, ich werde jetzt Schläge erhalten… aber bitte denkt mal daran, wie Ihr EURE Cache pflegt und ob es nicht eine nette Geste wäre, wenn alle gemeinsam helfen… wir spielen ja auch gemeinsam.

Thema: Allgemein, GEOcaches | 10 Kommentare

BlogsalongtheRoute 2.0

Freitag, 10.10.2008 13:36 Uhr geschrieben von  

Seit gestern ist die Version 2.0 des Projekts BlogsalongtheRoute online. Bisher wurde man beim Aufruf der Seite automatisch auf einen der eingetragenen Blogs weitergeleitet. In der neuen Version sammelt die Seite mit Hilfe der RSS-Feeds die aktuellen Beiträge und zeigt diese auszugsweise und chronologisch sortiert  an.  So ist es möglich sich schnell einen Überblick über die aktuellen Themen in der deutschsprachigen Geocaching Szene zu machen. Angestoßen bzw. verantwortlich für diesen super Dienst sind die Dosenfischer. Wir bzw. unser Blog Rheinlandcacher.de ist auch vertreten.

Thema: Allgemein, Netzwelt | 7 Kommentare

Geocaching Home Page [Update]

Freitag, 10.10.2008 10:58 Uhr geschrieben von  

Wie berichtet wird an der Geocaching HP gearbeitet. Jetzt wurde die “seltsame Heimatansicht” erneut überarbeitet. Im Kartenausschnitt erscheint nun auch der Button “Identify” mit einem kleinen Pfeil dran. Klickt man darauf, werden die angezeigten Geocache identifiziert. Klingt logisch…

So sieht es aus..

Suche im Umkreis?

Gruß
EntropyCoM

Thema: GEOcaches | Ein Kommentar

GPS Signal gehackt?

Dienstag, 07.10.2008 21:17 Uhr geschrieben von  

So lautet eine Überschrift, die heute auf diversen Online-Magazinen zu lesen ist. Waaaaas?

Nein, das GPS System ist nicht gehackt; viele Onlineautoren sollten sich einmal die Definition des Begriffs “Hacken” durchlesen. Aber was ist denn mit dem GPS System? Nun, es ist kompromittiert, genauer gesagt wurde eine Spoofing Möglichkeit entwickelt. Und was ist das jetzt? Spoofing? In diesem Fall bezeichnet Spoofing eine Technik, mit welcher einem GPS Empfänger ein gefälschtes Signal als korrektes Signal vorgetäuscht wird.

Forscher am Technologieinstitut Virgina Tech in den USA haben ein Verfahren entwickelt, mit welchem es möglich ist GPS-Signale zu fälschen. Es wird einem GPS Empfangsgerät ein falscher Standort bzw. eine  gefälschte Standortzeit übermittelt. Möglich macht dies ein Laptop und ein GPS Sendemodul für ca. 1000$ Mietskosten pro Tag. Die Forscher haben aufgezeigt, dass das GPS-Netz derzeit nicht ernsthaft gegen solche Attacken geschützt. Ein Hindernis für solche Attacken ist derzeit noch die Sendereichweite solcher Module.

Welche Konsequenzen kann eine solche Attacke haben? Die Verbreitung und Bedeutung des GPS-Systems nimmt in Wirtschaft und im privaten Bereich kontinuierlich zu. Eine Störung durch solche Attacken auf das Netz kann zu gravierenden wirtschaftlichen und kollateralen Schäden führen, bspw. Flug- und Verkehrssicherheit. Derzeit hat ausschließlich das US Militär mittels einer Verschlüsselung die Möglichkeit sich vor einer solchen Spoofingattacke zu schützen. Mittelfristig wird wohl das GPS Protokoll überarbeitet werden müssen. Denkbar ist auch im zivilen Bereich eine Art von Signalverschlüsselung einzusetzen.

Was hat der Geocacher zu befürchten? Erstmal nix, es sei denn, jemand stellt ein solches Spoofingmodul in den Wald :-) . Über kurz oder lang müssen aber die GPS Betreiber und die GPS Geräte Hersteller reagieren.

Es wird spannend und wir bleiben dran…

Eure Rheinlandcacher.
maec21

Thema: Allgemein, Technik | 3 Kommentare