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Die T/D Lüge…

Dienstag, 21.10.2008 09:05 Uhr geschrieben von  

In letzter Zeit (es mag auch daran liegen, dass es Sommer war) wurden hier im Rheinland vermehrt auch T5 Cache gelegt. Um es konkreter zu machen, es sind einige viele Klettercache dazu gekommen.

Dies ist natürlich eine Bereicherung für alle Cacher und auch zu begrüßen. Allerdings habe ich mir dann die Frage gestellt, die ich mir immer stellen muss, wenn ich ein eigenes Listing veröffentliche, wie bewerte ich wirklich realistisch das Terrain und die Difficulty?

Geocaching.com verweist selbst auf die Webseite von ClayJar. Allerdings führt das meines Erachten nicht immer zum gewünschten Ergebnis. Bei meinen Recherchen habe ich dann noch eine Seite gefunden, die recht nett versucht, einem die Bewertungen vor Augen zu führen. Dabei sind einige nette Bilder dabei, die es doch recht anschaulich darstellt.

Dabei muss man eingestehen, das Groundspeak sich diesbezüglich sehr zurückhält. Auf der offiziellen Seite wird zwar haarklein erklärt, wie man einen Cache zu legen hat (bzw. wo man es nicht machen soll; von wegen Bahngleisen, Regierungsgebäuden, militärische Einrichtungen, Abstandsregel und so) und auch, wie genau die Größeneinteilung im Listing zu interpretieren ist (also 35mm Filmdose = Micro und dergl.) aber wie genau man Difficulty und Terrain einschätzen soll, ist nicht zu finden. Dies finde ich persönlich sehr schade, da man als Suchender genauso wie als Verstecker nicht genau weiß, wie ein Cache einzuschätzen ist.

Ist einmal den Berg (400 Höhenmeter) rauf und runter T3 oder T3,5 oder nur T2? Fragen über Fragen. Ich habe soviel verstanden, dass T1 bedeutet JEDER kann den Cache schnell und problemlos heben, während T5 bedeutet, dass hierfür spezielle Ausrüstung gekauft bzw. mitgebracht werden muss.

Unter T5 fallen dann natürlich nicht nur Klettercache, sondern auch Tauchercache (z. B.: 20000 Meilen unter dem Meer oder auch Fishermans Cache) oder welche wo ohnehin keiner hin kommt (z. B.: ein schöner Tradi: SANAE-IV oder ein schöner WebCam-Cache: Antarctic Views oder auch ein schöner Virtueller Cache: Penguin Dance) =).

Mein persönlicher Favorit – nur m. E. noch nicht umgesetzt worden – ist der Cache mit Dose im Säurebad. Wo zur Bergung der Dose spezielle, säurefeste Handschuhe mit Armlänge benötigt werden, um die Dose aus dem Bad zu nehmen. Wäre dann wohl auch T5, selbst wenn man sonst nichts besonderes [Geländewagen, Boot, Taucherausrüstung, Schneemobil, Kletterausrüstung, Metallsuchgerät, etc.] braucht.

Die Difficulty ist genauso schwer zu beurteilen und sollte m. E. von Groundspeak auch mal genau (!) festgelegt werden. Machner findet Sudokus schon schwer, Andere benutzen einfach einen Sudokulöser aus dem Internet und haben die Lösung in Sekunden.
Ähnlich ist es bei verschlüsselten Listings, während einige alles händisch machen (D=5), haben Andere findige Programme aufgetan (D dann = 1) und sind sofort fertig.

Mache Owner versuchen es mit schier unlösbaren Rätsel oder mit Fachgebieten oder besonderem Wissen das nur sehr spezielle Menschen oder eine sehr eingeschränkte Benutzergruppe kennt. Ist das noch geocaching… oder eher die 1 Millionen Dollar Show?

Ergo die goldene Lösung gibt es nicht, aber bei all den schönen Regeln des Geocaching fehlen mir persönlich die, zur besseren Einschätzung des Terrains und der Difficulty.

Auch hierrüber kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein, aber dafür gibt es hier ja die Kommentar Funktion. Ich bin mal gespannt auf eure Meinungen.

Gruß
EntropyCoM

BTW: Auch die deutschen Reviewer verweisen nur auf Ihrer Seite nur auf die von ClayJar. Schade! =(

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Kategorie: Allgemein, GEOcaches

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5 Kommentare

  1. Eine Dosengröße ist anhand der Abmessungen eindeutig
    und ein Versteck anhand der Koordinaten. Soweit so objektiv.
    Über alles andere sind wir uns einig: Alles rein subjektiv.
    Da hat man höchstens Vergleichsmöglichkeiten mit bereits gelegten Caches.

  2. Also ich bin mit Clayjar bis jetzt eigentlich immer ganz gut gefahren. Das Ergebnis deckte sich jedes Mal ungefähr mit meiner persönlichen subjektiven Einschätzung.

  3. Guter Beitrag! Mich nervt das auch, ein 1.5er Tradi mit 2km einfachem Weg über Stock und Stein (grad auf Teneriffa mehrere solche gehabt). Aber D/T ist ja schon ein gutes, weil stark vereinfachendes System, auch Kletterrouten oder -steige werden ja ähnlich bewertet. Dort geht es nach Schlüsselstelle – bei einem Geocache halte ich das auch in Maßen für sinnvoll (was bringts, wenn ich einen 1er als Rolli suche und dann die letzten 5m kraxeln muß). Für alles weitere gibts m.E. das Listing.

    Es wäre natürlich sehr wünschenswert, noch zusätzliche Angaben wie Höhenmeter, mehr Attribute, usw. zu haben, aber die Caches decken ein so breites Spektrum ab, manchmal macht es Sinn, manchmal nicht (und es müsste auch erst wieder jeder richtig eintragen) …

  4. Ist schwierig. Hinzu kommen die topografischen Gegebenheiten der einzelnen Bundesländer. Wie schon oft gelesen würde ein Flachländer T3 einem Mittelgebirgler ein müdes Lächeln abringen – letzterer hätte ihn vielleicht 1.5 eingestuft. (Ist nur ein Beispiel!)
    Da wird es m.E. selbst mittelfristig keine eindeutige Regelung geben. Es sei denn, irgendjemand programmiert mal einen Terrainrechner, der Höhenprofil, Weglänge, Klettereinlagen etc. berücksichtigt…

  5. Als „Nicht-Cacher“ lerne ich gerade viel über Euer Hobby; unter anderem aus Beiträgen wie diesem. Danke.
    Den Hinweis auf die „1 Million Dollar Show“ bezüglich der Verfügbarkeit oder des Mißbrauchs von Wissen finde ich im positiven Sinn sehr bemerkenswert. Lösungen sollen erarbeitet werden können, nicht erbettelt werden müssen (siehe Pipigaudi).

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