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GPS Signal gehackt?

Dienstag, 07.10.2008 21:17 Uhr geschrieben von  

So lautet eine Überschrift, die heute auf diversen Online-Magazinen zu lesen ist. Waaaaas?

Nein, das GPS System ist nicht gehackt; viele Onlineautoren sollten sich einmal die Definition des Begriffs “Hacken” durchlesen. Aber was ist denn mit dem GPS System? Nun, es ist kompromittiert, genauer gesagt wurde eine Spoofing Möglichkeit entwickelt. Und was ist das jetzt? Spoofing? In diesem Fall bezeichnet Spoofing eine Technik, mit welcher einem GPS Empfänger ein gefälschtes Signal als korrektes Signal vorgetäuscht wird.

Forscher am Technologieinstitut Virgina Tech in den USA haben ein Verfahren entwickelt, mit welchem es möglich ist GPS-Signale zu fälschen. Es wird einem GPS Empfangsgerät ein falscher Standort bzw. eine  gefälschte Standortzeit übermittelt. Möglich macht dies ein Laptop und ein GPS Sendemodul für ca. 1000$ Mietskosten pro Tag. Die Forscher haben aufgezeigt, dass das GPS-Netz derzeit nicht ernsthaft gegen solche Attacken geschützt. Ein Hindernis für solche Attacken ist derzeit noch die Sendereichweite solcher Module.

Welche Konsequenzen kann eine solche Attacke haben? Die Verbreitung und Bedeutung des GPS-Systems nimmt in Wirtschaft und im privaten Bereich kontinuierlich zu. Eine Störung durch solche Attacken auf das Netz kann zu gravierenden wirtschaftlichen und kollateralen Schäden führen, bspw. Flug- und Verkehrssicherheit. Derzeit hat ausschließlich das US Militär mittels einer Verschlüsselung die Möglichkeit sich vor einer solchen Spoofingattacke zu schützen. Mittelfristig wird wohl das GPS Protokoll überarbeitet werden müssen. Denkbar ist auch im zivilen Bereich eine Art von Signalverschlüsselung einzusetzen.

Was hat der Geocacher zu befürchten? Erstmal nix, es sei denn, jemand stellt ein solches Spoofingmodul in den Wald :-) . Über kurz oder lang müssen aber die GPS Betreiber und die GPS Geräte Hersteller reagieren.

Es wird spannend und wir bleiben dran…

Eure Rheinlandcacher.
maec21

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Geocaching – Zu Nebenwirkungen fragen Sie…

Donnerstag, 25.09.2008 20:10 Uhr geschrieben von  

…den Ausrüstungshändler Ihres Vertrauens und ihre Bank oder Ihren Lebenspartner.

Brauchen Sie ein GPS Gerät mit integriertem HSDPA Chip, Webbrowser, fünf Megapixel Kamera und hochauflösendem HD-Display? Benötigen Sie Gore-Tex Wanderstiefel,  Wüstenstiefel und die neuesten Wasser- und Säurefesten Hikingschuhe für den Lostplace zwischendurch? Sie brauchen mindesten vier verschiedene taktische Special-Forces-Taschenlampen mit durchschnittlich 10W und 500 Lumen Leds und absolut exotischen, in Europa nicht erhältlichen Batterieformaten? Sie haben zwei verschiedene 70-Meter Kletterseile, 50 Key-Lock Karabiner, fünf Abseilgeräte und alpine Steigeisen für den nächsten 10-Meter Kletterbaumcache? Ihr Geocaching-Einsatz-Rucksack wiegt zusammen mit dem UMTS-Notebook auf dem Sonntagsspaziergang mit Ihren Schwiegereltern ca. 25 Kilo (es könnte ja ein FTF möglich sein)?

Habe Sie mindestens eine Frage mit JA beantworten können, dann gehören Sie zu der Gruppe der ASGC (Ausrüstungs-Süchtigen-GeoCacher). Brauchen wir wirklich GPS Geräte, mit denen auch eine Weltreise möglich ist? Brauchen wir taktische Einsatzlampen fürs Nachtcachen? Müssen wir unbedingt eine komplette Kletterausrüstung für die T5 Pseudoklettercaches haben? Muss die Kleidung mindestens aus dem neusten Gore-Tex Material bestehen?

Nein, es geht natürlich auch ohne das alles. Ein GPS der vorletzten Generation nur mit Kompassanzeige  bringt uns auch zum Cache. Genauso leuchtet uns die Lampe vom Discounter den Weg. Nur für die paar T5-Caches braucht man natürlich keine komplette Kletterausrüstung. Und es soll möglich sein, in alter Jeans und BW-Parka vom Papa den Cache zu finden. Laut unbestätigten Gerüchten gibt es sogar Puristen, die auf ein solch minimalistisches Geocacher-Leben schwören.

Aber………….macht das etwa Spaß?

Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Meine Wenigkeit sagt mit einem Augenzwinkern: „Nein!“

Gruß,
maec21

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Neuer Cache veröffentlicht

Montag, 14.07.2008 14:25 Uhr geschrieben von  

Heute hat Don Rocbeer den Mysterie Ungeklärte Mysterien #1 [GC1DY0] freigegeben. Dies ist der erste Cache einer neuen Serie, welche sich mit bisher unbekannten oder seltenen Mysterien, Phänomenen und Ereignissen beschäftigt.

Raetsel der Menschheit #1

maec21 von den Rheinlandcachern wünscht den Mysteriefreunden und der Geocaching Gemeinde viel Spaß!

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Wherigo oder Monkey Island für unterwegs?

Donnerstag, 03.04.2008 18:22 Uhr geschrieben von  

Ein Wherigo Cache vor der Haustür? Heute veröffentlicht? Geocachingverrückte Kollegen in der Nähe? Klar, was das bedeutet. Alle Termine absagen, wichtige Arbeiten auf den nächsten Tag verschieben, am Büro des Chefs vorbeischleichen und pünktlich Schluss machen. So oder so ähnlich ist es gestern bei Smeagle, EntropyCoM, uttgardloki und mir (maec21) passiert.
In der ganzen Hektik konnte auf die Schnelle nur ein Windows-Mobile PDA mit dem Wherigo-Player und dem dafür erforderlichen .NET Framework installiert werden. Hoffentlich stürzt die Kiste nicht unterwegs ab und hoffentlich halten die Akkus.

Was ist Wherigo?
Wherigo ist ein neuer Cachetyp und gleichzeitig ein interaktives Spiel von Groundspeak. Den Wherigo-Player gibt es derzeit nur für den Garmin Colorado und Windows Mobile PDAs. Von der Wherigo Webseite können sogenannte Cartridges, das sind die interaktiven Spiele, vergleichbar mit einem Gameboy Cartridge, heruntergeladen werden. Die Spiele reagieren auf das GPS Signal und starten an bestimmten Orten dann Anweisungen zur weiteren Wegstecke oder zum Verhalten innerhalb des Spiels. Ein Upload des gespeicherten Spielstandes ermöglicht
das Loggen auf der Wherigo Webseite.

Whereigo Screenshot 0Whereigo Screenshot 1Whereigo Screenshot 2


„Schatz der Eifeltrolle“ von den eiflern heißt dieser neue Wherigo Cache. Angekommen auf dem Parkplatz, wurden wir auf dem PDA von einem ersten Fabelwesen begrüßt, welches uns die nächste Cachestation mitgeteilt hat. Bei Erreichen der folgenden Stationen wurde auf dem PDA immer eine neue Spielsequenz akustisch und visuell gestartet, in welcher ein Fabelwesen entweder Aufgaben stellte oder die nächste Station verriet. Das ganze geschieht interaktiv. Es gibt Dialoge, welche man mit vorgefertigten Antworten führt oder Antwortfelder, in welche z.B. Zahlen und Lösungen eingetragen werden müssen. Teilweise können bestimmte Items eingesammelt werden, welche im Laufe des Caches noch virtuell benutzt werden müssen. Man erkennt sofort starke Parallelen zu den alten Amiga oder PC Adventure Games. Mehr soll an dieser Stelle nicht über den Cache verraten werden. Probiert es aus. Es lohnt sich! An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an die eifler für die tolle Story und die Arbeit!

Die Wherigo Technik bietet sehr viel Potential. Neben solchen geführten Adventures könnten beispielsweise auch Informationen zu Sehenswürdigkeiten oder bestimmten Schauplätzen während des Caches angezeigt werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich Wherigo verbreitet und wie sich die Akzeptanz der Geocachinggemeinde entwickelt.

Ein paar kritische Gedanken und Bemerkungen möchte ich dennoch nicht verschweigen:

  • Bleibt Wherigo kostenlos? Derzeit sind die einzelnen Cartridges mit “„Price: Free”“ angegeben.
  • Was macht Groundspeak mit den nicht gerade wenigen Daten aus den hochgeladenen Whereigo Spielständen?
  • Werden in Zukunft mehr Geräte als der Garmin Colorado und einige Windows-Mobile PDAs unterstützt? Bspw. Die Magellan Tritons?
  • Zum Erstellen der Cartridges braucht man sehr viel Geduld, da der Wherigo-Builder erst in einer Alpha Version vorliegt und dementsprechend instabil ist.
  • Derzeit ist die Wherigo Technik für den amerikanischen Markt angepasst; Meilen und Füße sind hier die Maßeinheiten. Gibt es in Zukunft eine Anpassung für den europäischen Markt?

Die Wherigo Technik ist interessant und eröffnet neue Möglichkeiten bei der Cachegestaltung. Ob hiermit früher oder später eine neue Kommerzialisierung aufgebaut wird, bleibt abzuwarten.

Thema: GEOcaches, Technik | 2 Kommentare