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Ein Stöckchen aus Köln

Mittwoch, 27.05.2009 06:42 Uhr geschrieben von  

Da ich ja schon länger nichts geschrieben habe, nehme ich den internen Zuwurf des Stöckchen zum Anlass, dies zu ändern. Los gehts.

1. Durch wen oder was bist du aufs Cachen aufmerksam geworden?

Tja, das weiß ich leider gar nicht mehr so genau, war es auch Smeagle oder hatte ich zuvor schon mal etwas davon gehört?

2. Welcher war dein erster Cache, die #1?
Meinen ersten Cache habe ich vor etwa 4,5 Jahre gefunden, er hieß: Poppelsdorfer “Geo”-cache (GCGHPC), der Cache ist im Archiv, aber es gibt einen Nachfolger (GCQ48A).
Im Anschluß, war erst einmal 2,5 Jahre Pause, im April 2007 war es Smeagle der mich zu meinem 2. Cache am Bonner Rheinufer mitnahm.
Es dauerte aber nochmals ein halbes Jahr bis mich der Cache-Virus befallen hat. Mein ersten Cache, den ich alleine gehoben habe, war ein Mystery (Bonner Sudoku #2).

3. Wann hast du ihn gehoben und warst du alleine?
10. Oktober 2004, nein ich war mit einem Kumpel unterwegs. Er hatte vorher schon einige Geocaches gefunden und da mich das Hobby Geocaching auch interessiert hat, sind wir einfach mal zusammen losgezogen. Er ist jetzt nicht mehr aktiv dabei.

4. Hast du einen GPSr benutzt? Wenn Ja, welchen?
Ja, wir hatten eins dabei, aber ich weiss heute nicht mehr welches es war. Es hat mich jedenfalls sehr fasziniert. Im Oktober 2007 hatte ich ein geliehenes Garmin GPS 12.

5. War es dein erster Cacheversuch und wie lange hast du zum Finden gebraucht?
Ja, es war der erste Versuch und er war zum Glück auch erfolgreich. Die Dose haben wir schnell gefunden, aber da es sich bei dem Cache um einen Multi handelte, dauerte es insgesamt natürlich etwas.

6. Was verbindest du im Nachinein mit deinem ersten Cache? War es eine “gute Wahl”?

Der Cache war gut, aber leider hatte ich zwischen 2004 und 2007 kaum Zeit um mich mit dem Cachen intensiv zu beschäftigen bzw. damit anzufangen.

7. Zu guter Letzt: Wem wirfst du das Stöckchen als nächstes zu?
Das Stöckchen war noch nicht beim Geocaching-Blog und die East Side Cacher dürfen auch mal ran, außerdem werfe ich es vom Rhein an die Spree zum Cachetalk (Moenk).

Thema: Allgemein, Interview, Netzwelt | 2 Kommentare

Stöckchen, Stöckchen und was nun?

Montag, 25.05.2009 20:58 Uhr geschrieben von  

Die liebe gallotia hat mir doch einfach ein Stöckchen zugeworfen und *PUFF* ist es einfach direkt vor meine Füße gefallen… das es dabei glatt wieder über den Rhein geflogen ist, kann man vernachlässigen, da dieser Blog ja eigentlich auf der rechten Rheinseite beherbergt ist…

1. Durch wen oder was bist du aufs Cachen aufmerksam geworden?
Nun, ich könnte ja jetzt – ganz wie in Geheimagenten- und Spionfilmen sagen, wenn ich das verrate, muss ich Euch hinterher umbringen – aber ich gehe mal davon aus, dass wir hier unter uns sind. Es war einerseits Smeagle und andererseits hatte ich durch einen Artikel in einer Zeitschrift schon mal was davon gehört. Das mit dem Artikel war aber lange schon fast wieder vergessen, als ich in einem Buch über Logo-Design (u. a.) das Groundspeak Logo beschrieben fand. Kurze Zeit später ergab es sich, dass wir (also besagter Arbeitskollege Smeagle und ich) uns darüber unterhielten und mein Interesse wurde endgültig geweckt.

2. Welcher war dein erster Cache, die #1?
Nun, nachdem ich von Smeagle angefixt war, habe ich einen Account auf GC.com eingerichtet und geschaut, wo der näheste Geocache von meiner Heimatkoordinate aus entfernt liegt. Tja, das war eben (damals) Köln Grossmacht von arbalo.

3. Wann hast du ihn gehoben und warst du alleine?
Gehoben am 7. Septemper 2007. Ja, ich war alleine.

4. Hast du einen GPSr benutzt? Wenn Ja, welchen?
Ich… nun eigentlich schon… aber eigentlich auch nicht. Ich hatte mein Auto-Navi Medion MD 96220 dabei, diese kann aber nur die dezimale Darstellung und nicht das auf GC.com übliche WGS84 Datum. Gebraucht habe ich das Gerät aber überhaupt nicht… (siehe auch 5.)

5. War es dein erster Cacheversuch und wie lange hast du zum Finden gebraucht?
Ja, es war mein erster Cacheversuch. Zum Finden habe ich keine Minute gebraucht, da mir das Spoiler-Bild sofort klar und bekannt war und der Additional Hint vollkommen eindeutig ist. [Ich kenne das Gelände dort… war also ein Heimspiel!]

6. Was verbindest du im Nachinein mit deinem ersten Cache? War es eine “gute Wahl”
Ja, die Wahl war sehr gut. Ich würde ihn sofort wieder suchen wollen – wenn ich den Punkt nicht schon hätte. Der Cache (ein Tradi) gefällt mir gut und da ich damit auch noch anderes verbinde (außerhalb vom geocaching) bin ich dafür sehr dankbar. Darüber hinaus freut es mich sehr, das dieser Cache immer noch suchbar ist und offensichtlich doch viele Cacher anzieht.
Mein Auto-Navi war allerdings keine gute Wahl, da man dort Koordinaten nicht frei eingeben kann. Deshalb habe ich etwas später ein Garmin GPSMAP 60 CSx gekauft.

7. Zu guter Letzt: Wem wirfst du das Stöckchen als nächstes zu?
Ich werde es Jan! zuwerfen, da er mich zum bloggen gebracht hat…

Thema: Allgemein, Interview | Ein Kommentar

5+2 Fragen – Geocacher+Reviewer eigengott gefragt

Dienstag, 10.02.2009 00:12 Uhr geschrieben von  

Seit einigen Wochen taucht im meinen Notifications immer wieder ein Name auf. Ein Name den ich schon von zwei Geocaches – die ich besucht hatte [nämlich Basis Bonn und Herkulesberg] – kannte. Ein Geocacher, der auch durch sein Profilbild in Erinnerung bleibt; nämlich eigengott. Ich konnte Ihn dazu gewinnen, sich unseren Fragen zu stellen, aber lest doch bitte selbst…

1. Wann und wie bist Du zum Geocaching gekommen?
Im Off-Topic-Bereich eines Internetforums las ich im Juli 2003 das erste mal etwas von Geocaching. Die Idee gefiel mir sofort, da ich sowohl gerne draussen bin als mich auch gerne mit Technik beschäftige. Auf meiner Liste mit Gerätchen, die ich irgendwann mal haben möchte, stand seit Erscheinen des Sony Pyxis ohnehin eine GPS-Empfänger – zum Wandern, Radfahren und so weiter. Geocaching war dann endlich der perfekte Vorwand, mir ein solches Spielzeug zuzulegen und ein paar Tage später hatte ich meinen Garmin Geko 201 in der Hand. Noch ein paar Tage später war dann auch der erste Geocache gefunden, Alter Vulkan im Siebengebirge.

2. Du bist jetzt auch Reviewer, bleibt da noch Zeit selber cachen zu gehen?
Na klar. Ich bin ohnehin eher ein Sonntagscacher, d.h. normalerweise mache ich ein oder zwei längere Caches am Wochenende und nur gelegentlich treibt es mich unter der Woche ‘raus. Daran wird sich auch durch die Reviewer-Tätigkeit nichts ändern. Im Zweifel geht mein persönliches Vergnügen vor, es ist schliesslich nur ein Hobby.

3. Hast Du einen Cache, damit es nicht zu schwer wird auch zwei, drei Caches,
die Du jedem empfehlen kannst/willst?
Tja, das ist immer schwierig, weil die Geschmäcker ja sehr verschieden sind. Ein schöner, altehrwürdiger Traditional ist GC427 “Altenberg”. Er zeigt, daß man einen Cache nicht unbedingt direkt an/in die Sehenswürdigkeit legen muss. Ich habe mir damals jedenfalls auch noch den Dom ausführlich angeschaut.

Ein liebevoll und abwechslungsreich gemachter Multicache ist GCHRM2 “Bohnes Wunderkiste”. Da passen die Stationen und deren Gestaltung ganz wunderbar zum Thema, man hat einiges zu lachen und zu suchen und eine schöne Wanderung ist es auch.

Aus der Flut der öden Sudoku-, QR-Code und Google-Rätselcaches die weder mit dem Ort noch mit Geografie etwas zu tun haben, ragt der Mystery-Cache GC522F “Des Kaisers Hofmathematiker” positiv heraus, der eine schöne Geschichte rund um einen realen Ort spinnt. Und es gibt mehrere Lösungwege.

Wer gerne längere Wanderungen macht, dem kann ich die “Wandertag Rheinsteig #1-#14″ Serie von Homer Jay ans Herz legen. Die sind teilweise recht anstrengend, hinterlassen aber in jedem Fall sehr schöne und bleibende Erinnerungen.

Weitere Empfehlungen gibt es auf meiner Bookmarkliste “Top 10%

4. Was macht jetzt mehr Spass das Suchen gehen bzw. das Auslegen von Caches oder das Reviewen?
Das macht alles Spaß, ich kann das nicht gewichten. Richtig toll ist es natürlich immer, wenn man einen interessanten Ort findet, der noch nicht durch einen Geocache gezeigt wird. Dann recherchiere ich ausführlich die Hintergründe des Orts und ob er vielleicht für einen Cache geeignet ist. Da bin ich übrigens eher zurückhaltend, im Schnitt wird nur aus jedem dritten von mir “entdeckten” Ort ein Cache.

5. Wie siehst Du die Zukunft des Geocaching?
Nun, die Technik entwickelt sich fort und in Zukunft werden wir wohl alle ein GPS-Gerät haben, das sich Cachebeschreibungen vor Ort aus dem Netz holen kann. Das iPhone macht das ja im Prinzip schon.

Auch wird sich die Aufsplitterung der Geocaching-Szene in diejenigen, die vorwiegend urbane Microcaches suchen und legen und diejenigen, die diese eher vermeiden, vertiefen. Wobei es da durchaus Lagerwechsel gibt – ich habe jetzt schon von etlichen Geocachern gehört, die früher jede Dose gesucht haben die am Horizont auftauchte und nun sehr wählerisch geworden sind.

Und dann gibt es natürlich noch die ganzen Länder, in denen Geocaching sich bisher noch nicht entwickelt hat. Da gibt es noch reichlich Potential für viele neue Caches an einzigartigen Orten. Zum Beispiel hat sich das Geocaching in Frankreich in den letzten zwei Jahren enorm entwickelt.
Vorher gab es dort fast nichts ausser den Cistes und man fragte sich schon, ob sich das je ändern wird. Und jetzt spriessen dort die tollsten Caches wie Pilze aus dem Boden.

Zwei Zusatzfragen hätte ich noch, da Du ja auch Reviewer bist [diese Fragen bzw. die Antworten sind sicher auch interessant für die Allgemeinheit].

ZF1. Warum hast Du Dich gegen einen sog. “Fake-Account” entschieden? Ist das für Dich nicht auch verwirrend, Du “siehst” ja dann wahrscheinlich auch “mehr” als Andere mit deinem “normalen” Account.
Diese Entscheidung geht zum einen auf reine Faulheit zurück – mit nur einem Account muss ich nicht aufpassen, was ich mit welchem Account mache. Zum anderen vernahm ich aus der Geocacher-Gemeinde einen recht lauten Ruf, lieber Reviewer mit “echten” Accounts zu haben. Im Normalfall sehe ich übrigens genauso viel/wenig wie jeder andere Geocacher auch, ich muss schon spezielle Knöpfe drücken um die Informationen für Reviewer zu sehen.
Also auch da keine Verwirrung.

ZF2. Wie sieht das “Interface” eines Reviewer aus? Was ist anders als beim Owner oder Cache-Suchenden? [Welche Hilfsmittel erhaltet Ihr von Groundspeak?] Kannst Du hier vielleicht einige Screenshots machen. Als Demo Cache kannst Du gerne meinen archivieren Cache “Am Zollstockbad [GC18PPF]” nehmen; das sollte nichts spoilern und es liegen zur Zeit keine fremden Cache in direkter Nähe, so dass es Niemand stören sollte!
Bitte habe Verständnis, daß ich diese Frage nicht beantworten kann.

Viele Grüße aus Köln,
Roland (eigengott)


Ich sehe schon… die Reviewer müssen wohl ein “Non-Disclosure-Abkommen” unterzeichnen… die Frage (ZF2.) hätte mich persönlich am brennensten interessiert, aber natürlich habe ich dafür Verständnis. Trotzdem – oder gerade deshalb – vielen herzlichen Dank für das Beantworten meiner Fragen.

Das Lesen der Antworten fand ich – wie auch bei unseren anderen Interviewpartnern – sehr interessant.

Gruß
EntropyCoM (auch aus Köln =)

Thema: Interview | 4 Kommentare

5 Fragen – Geocacher Blinky Bill gefragt

Mittwoch, 29.10.2008 08:19 Uhr geschrieben von  

Der Name Blinky Bill ist sicherlich kein ganz unbekannter in der deutschen Geocaching Szene und ich freue mich das sie zu diesem Kurzinterview bereit waren. Die Blinky Bills haben in den letzten 7 Jahren mehr als 6.000 Founds verbucht und sind damit unter den TOP 10 Cachern in Deutschland zu finden. Auch wenn Near Düsseldorf schon fast nicht mehr zu unserem eigentlichen Blogger/Caching-Gebiet dazu gehört wünsche ich viel Spaß beim Lesen.

Wann und wie seid Ihr zum Geocaching gekommen?
Anfang 2001 hatten wir uns ein Garmin 12CX zugelegt, um auf unseren Reisen interessante Streckenverläufe (Wanderungen, Motorradtouren, Offroadtouren etc.) dokumentieren zu können – zu diesem Zeitpunkt hatte das noch rein gar nichts mit Geocaching zu tun. In der darauf folgenden Zeit suchten wir dann hin und wieder im Internet nach GPS-relevanten Quellen und stießen so zufällig auch auf gc.com. Zunächst war dies nur eine willkommene Gelegenheit, den Umgang mit dem GPS ein wenig zu üben :-). Dabei sind wir dann auf den Geschmack gekommen und haben Geocaching als zusätzliche Freizeitbeschäftigung “adoptiert”. Da sich dieses Hobby gut mit unseren Reiseaktivitäten kombinieren ließ, sind wir seitdem auch im Urlaub (meistens) auf Cachesuche. Schade, nur das es Geocaching nicht schon eher gegeben hat, denn die wirklich interessanten Reiseziele hatten wir bereits vor 2001 besucht.

Ihr habt eine sehr hohe Anzahl (momentan über 6.000) von gefunden Caches, wie muss man sich eine Woche bei Euch vorstellen bzw. wie kommt Ihr auf so eine gigantische Zahl?
Wie bereits erwähnt, sind wir ja schon seit 2001 dabei. Damals war die Suche nach einem Cache i. d. R. noch mit viel Fahrerei verbunden; in ganz Deutschland gab es, soweit wir uns erinnern weniger als 75 Caches, da sind wir dann an den Wochenenden durchaus bis runter nach Stuttgart oder quer durch die Benelux-Länder gefahren (insbesondere die Niederlande waren Deutschland zu der Zeit, was die Cacheanzahl angeht, weit voraus). Es hat uns aber trotzdem oder gerade deshalb Spaß gemacht, da man auf den Touren immer wieder neue interessante und/oder schöne Orte bzw. Ideen (Verstecke, Aufgaben usw.) kennengelernt hat. So haben wir dann über die Jahre immer öfters Cachetouren gemacht (einen Monat ohne Cachefound gibt es bei uns bis dato noch nicht :-) ), die meistens unter der Woche geplant wurden; so hat sich dann im Laufe der Zeit diese “hohe” Fundzahl einfach ergeben.
Nach wie vor verzichten wir dabei auf den ganzen elektronischen Paperless-Firlefanz und drucken uns die Beschreibungen einfach aus – so hat man immer Platz genug für Notizen, Berechnungen etc.

Habt Ihr einen Cache, damit es nicht zur schwer wird auch zwei, drei Caches, die Ihr jedem empfehlen könnt? Ihr habt soviel Erfahrung, was macht einen guten Cache aus?
Cacheempfehlungen sind so eine Sache. Jeder hat andere Vorlieben, die man zwar nicht unbedingt immer ganz verstehen muss, aber tolerieren sollte . Daher ist es recht schwierig, diesen oder jenen Cache vorzuschlagen. Über unser Profil kann man auf eine Tabelle mit Empfehlungen verzweigen, die gerade aktualisiert wurde. Zudem gibt es noch eine Bookmarkliste. Beide Listen geben natürlich nur unsere persönliche Meinung wieder und sind höchstwahrscheinlich für den ambitionierten Micro-(Serien)-schnelle-Punkte-Sammel-Cacher völlig nutzlos ;-)

Wie sieht Ihr die Zukunft des Geocaching?
Mit gemischten Gefühlen, wobei der Optimismus aber noch überwiegt. Wenn wir uns an die Anfänge erinnern, war es verbreitet sein Onlinelog in Englisch zu schreiben, Microdosen wurden höchst selten versteckt, Nanos waren unbekannt und eine Abstandsregel überflüssig. Aber der guten alten Zeit nachzutrauern bringt nichts, denn wir leben im heute und die Entwicklung bei Geocaching hat sich unserer Meinung nach in den letzten Jahren sowohl positiv, wie auch leider negativ entwickelt. Es hat sich gezeigt, das es sich mit der Publicity so verhält wie mit dem römischen Gott Janus. Dadurch gab es zwar erstmal viele neue Caches, was ja durchaus ein positiver Effekt war; gleichzeitig sank aber die Qualität. Während man zu Beginn des GC-Zeitalters durchaus behaupten konnte, das die meisten Verstecker sich wirklich Mühe mit ihren Caches gegeben haben (gute Location, tolle Tausch-Items; hier und da wurde auch richtig Geld investiert: z.B. Malamutes XXL-Cache für Bücher und CD’s, der aus einer riesigen wasserdichten Expeditionskiste bestand – GC671F), muss man mittlerweile feststellen, das der schnelle Serien-Micro an Raststätten, Kirchen, Polizeiwachen, Krankenhäusern, Spielplätzen, Fußballplätzen, Blitzlichtern (Radarfallen) usw. für einige Cacher ein vermeintlicher Trend zu sein scheint. Ein Neu-Cacher, der vielleicht vor seiner Haustüre in der Mehrzahl solche Caches liegen hat, wird sich höchstwahrscheinlich an dieser Art orientieren, wenn er selber Caches versteckt und die Qualität sinkt weiter.
Allerdings sollte man diesen Punkt jetzt nicht verallgemeinern, denn es gibt auch genügend Beispiele für Neuverstecker, die sich viele Gedanken und Mühen beim Auslegen ihres ersten Caches gemacht haben.
Insgesamt betrachtet wird es aber zum einen immer schwieriger, die Caches nach seinem persönlichen Geschmack herauszufiltern und zum anderen eine sehenswerte Location zu finden, da diese in vielen Gebieten aufgrund der Masse bereits bedost sind.
Aber auch hier bleibt die Entwicklung ja zum Glück nicht stehen und Bookmarklisten, persönliche Kontakte zu anderen Cachern, die Empfehlungen geben oder Forumsbeiträge sind eine gute Hilfe.

So wird für uns Geocachen auch zukünftig kein schnelles Tradi-Punkte sammeln sein, denn in den mittlerweile über sechs Jahren sind wir nicht nur in Gegenden geführt worden, wo wir sonst bestimmt nie gelandet wären, sondern haben uns auch mit Rätseln beschäftigt, mit deren Thematik wir wohl sonst nicht in Berührung gekommen wären. So lernt man nie aus, Geist und Körper bleiben auf Trab und durch die Vielfalt ist für jeden etwas dabei. Die dabei entstandenen neuen Freundschaften und weitere nette Kontakte zu Gleichgesinnten – sei es nun über E-Mails oder zusammen auf gemeinsamer Cachetour möchten wir nicht mehr missen und werden wohl dem Hobby weiterhin treu bleiben.


Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. :-)

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5 Fragen – Geocacher roli_29 gefragt

Donnerstag, 23.10.2008 16:17 Uhr geschrieben von  

Endlich gibt es eine Fortsetzung der Serie 5 Fragen an Geocacher aus der Region. Dieses Mal stand mir Roland (roli_29) Rede und Antwort. Er hat bisher über 3.000 Caches gefunden und über 35 Geocaches versteckt. Sein neuster Cache National Treasur (GC1E01T) ist ein schöner Mystery.

Seit Sommer 2004 bist Du aktiv, gab es Phasen in den Du keine Lust mehr hattest?
Bisher ist eine Unlust noch nicht aufgetreten. Es gibt vielleicht Tage, an denen mir das Wetter zu ungemütlich ist, um durch die freie Natur zu wandern, aber dann kann ich immer noch meine grauen Zellen auf Trab bringen, indem ich mich an einem Mystery-Cache versuche. Wenn ich die Zeit habe, nutze ich sie sehr gern für Geocaching. Dabei ist mir manchmal schon selbst der Gedanke gekommen, ob da nicht schon ein gewisses Suchtverhalten bei mir zum Vorschein kommt.

An Hand Deiner Statistik ist gut zu erkennen, dass Du in kurzer Zeit immer viele Caches loggst. Erzähl doch mal wie Du Dich immer Deine Touren vorbereitest.
Da ich auch auf Rücksicht auf die Familie nicht jeden Tag auf Cachesuche gehe, versuche ich mich dann für eine Cachetour gut vorzubereiten und gucke mir schon auf der Karte an, welche Caches sich gut kombinieren bzw. verbinden lassen. Als gute Hilfsmittel haben sich da die Programme GSAK (Cacheverwaltung) und OziExplorer (Kartenprogramm) erwiesen, die auch gut zusammen arbeiten. Da ich momentan alle Caches im Umkreis von 80km in GSAK führe, habe ich so einen recht guten Überblick und kann so eine Vorauswahl treffen und Strecken planen, um schließlich recht effektiv auf Cachesuche zu gehen. Ich bin kein Freund von Mehrfachanreisen. Bei den heutigen Spritpreisen versuche ich so zu planen, dass möglichst viele Cache in einem Gebiet zu finden sind, um nicht für jeden Cache einzeln wiederzukommen. Da ich dann auch nicht sehr wählerisch in Sachen Cachequalität bin, versuche ich mich gerne an jedem Cache. So kommen dann schon mal ein paar Caches zusammen.

Du versucht ja Deine Homezone (20km) sauber zu halten und hast so einen guten Überblick hier in der Ecke. Wie empfindest Du die Qualität der Caches in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis?
Im Vergleich zu anderen Gegenden in Deutschland oder vielleicht sogar weltweit gesehen, denke ich, dass wir eine recht hohe Qualität an Caches haben. Dabei denke ich, dass die große Cachevielfalt in unserer Umgebung da sehr ausschlaggebend ist. Nicht nur, dass alle möglichen Dosengrößen zu finden sind, haben wir doch auch eine große Vielfalt an Cachetypen. Hinzu kommt noch, dass diese Caches in einer landschaftlichen Umgebung versteckt sind, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat, wie z.B. Citycaches oder Wandermultis im Siebengebirge oder dem Ahrtal. Aber über die Ansicht, was die Qualität eines Caches ausmacht, lässt sich ja bekanntlich streiten!

Und was macht deiner Meinung nach einen guten Cache aus?
Ich denke es kommt einfach nur darauf an, ob ein Cache Spaß macht. Natürlich ist es fast unmöglich, dass ein Cache wirklich jedem Spaß macht, denn jeder Mensch hat einen anderen Geschmack oder andere Gewohnheiten. Der eine sieht den einzigen wahren Sinn in Geocaching darin, am Wochenende, bei strahlendem Sonnenschein durch den Wald zu wandern und Regular-Dosen zu suchen. Der Andere hat dazu nicht die Möglichkeiten, die Zeit, oder die Lust und freut sich auch über einen schnellen Micro an einer Kirche und erlebt mit diesem Fund sein Erfolgserlebnis des Tages. Somit kann jeder Cache irgendjemanden Spaß bereiten und kann als guter Cache gelten. Ich persönlich habe noch keinen meiner Cachefunde bereut, sie haben mir alle auf die eine oder andere Art Spass gemacht! ;)
Traurig finde ich nur, dass es immer mehr Geocacher gibt, die sich doch recht intolerant in manchem Log äußern. Da werden wohl teilweise, die eigenen Vorlieben als der einzig wahren Maßstab für dieses Hobby angesehen und wenn ein Cache diesen Ansprüchen nicht gerecht wird, muss im Log kräftig darüber hergezogen werden. Das dieser Cache aber für andere Geocacher vielleicht eine gute oder vielleicht einzige Möglichkeit bietet, das Hobby zu erleben, wird natürlich nicht bedacht. Dabei wäre es dann nur konsequent, diese “unliebsamen” Caches gar nicht erst zu suchen und die Funktion der Ignore Liste zu nutzen! Da spielt dann aber wohl doch die so oft geleugnete Statistikverliebtheit eine Rolle! Bisher ist mir nur ein Geocacher begegnet, der seine Ansicht von Cachequalität richtig befolgt. Er kann auch 5 Meter vor dem Cacheversteck
umdrehen, wenn er sieht, dass die Suche ihm nicht mehr zusagt und muss dann kein “besserwisserisches” Log dazu verfassen.

Wie siehst Du die Zukunft vom Geocaching?
Ich denke, dass sich Geocaching durch die Menschen, die es betreiben immer weiter verändern wird. Dabei kommen durch neue Geocacher immer auch neue Ideen, Meinungen und Vorlieben hinzu, andere fallen mit der Zeit einfach weg. Interessant finde ich z.B. die verschiedenen “Modewellen”, die durch die Geocaching-Szene gehen. Da gab es die ganzen Gotteshäuser-Micros, dann wurden die Nachtcaches sehr populär und nun meine ich eine Tendenz zu erkennen, bei der die Klettercaches sich sehr großer Beliebtheit erfreuen. Und auch die Technik bringt ja neue Möglichkeiten, wenn wir mal an die Wherigo-Caches denken. Was kommt wohl als nächstes?
Ich hoffe nur, dass uns die große Cache-Vielfalt erhalten bleibt, denn was ja Geocaching wesentlich ausmacht ist, dass JEDER mitmachen und auch so betreiben kann, wie er es mag!

Besten Dank für Deine Offenheit, Roland!

Thema: Interview | 2 Kommentare

5 Fragen – Geocacher Mortimer B. gefragt

Mittwoch, 09.04.2008 18:49 Uhr geschrieben von  

Nachdem tpo das letztes Mal 5 Fragen beantworten durfte, ist heute Mortimer B. an der Reihe. Mortimer B. ist für seine schönen, aber auch schweren Kölner Mystery-Caches bekannt. Außerdem hat er nur 500 Founds geloggt, seitdem schreibt er nur noch Notes. Warum das alles beantwortet er in Frage 2. Angemeldet auf Geocaching.com ist Mortimer B. seit Mitte 2004.

Wann und wie bist Du zum Geocaching gekommen?
Den ersten Kontakt zum Geocachen hatten Pattevugel und ich schon während eines Besuchs im Jahr 2003 bei meinem Schwager in Berlin. Er war gerade dabei, Lösungen für eine Cache-Reihe namens “Sternenstaub” zu ermitteln und erzählte uns von diesem Hobby. Obwohl wir schon damals ein Yellow eTrex besaßen und keine wirkliche Verwendung dafür hatten (“so etwas hat man halt, wenn man technische Spielereien mag…”), konnten wir uns für das Hobby noch nicht richtig begeistern.
Ein Jahr später organisierte dann mein Schwager in Dresden eine mehrtägige Orientierungsfahrt. Da nach Abschluss der Veranstaltung noch etwas Zeit war und einige Teilnehmer aktive Geocacher waren (und noch immer sind ;-)), lud man Pattevugel und mich ein, sie noch zu einigen Caches zu begleiten. Bei der Gelegenheit stellten wir fest, dass Geocaching ja *doch* ziemlich viel Spaß macht. An diesem Tag hatten wir noch einiges von ihnen über Geocaching erfahren und wir beschlossen, uns selbst mit einem Account bei GC.com anzumelden…

Warum loggst Du nur bis zu der Grenze von 500 Caches?
Kurz gesagt: Weil ich einerseits eine Macke habe und andererseits Statistiken bei einem Hobby nicht mag.
Mich hat es irritiert, in so manchen Logeinträgen zu lesen, dass “dies der X. Cache am heutigen Tag” sei oder man nun ausgerechnet mit diesem Cache seinen vollen Hunderter, Siebenhundertsiebenundsiebzigsten oder Zig-Tausendsten “vollgemacht” hat. Es werden große Events veranstaltet oder Ehrencaches gelegt, nur weil sich mal wieder eine Ziffer vor den drei Nullen um “eins” erhöht hat. Manche zelebrieren auf ihren Profilseiten exakte Statistiken darüber, wann sie wo an einem Tag wie viele Caches auch immer gefunden haben, welches der Monat mit der höchsten Fundanzahl war und wo sie schon überall Caches gefunden haben. Es soll sogar schon Fälle gegeben haben, in denen jemand in Depressionen verfallen ist, nur weil er in der – natürlich landesweit und/oder global geführten – Fund-Statistik um einen Platz zurückgefallen ist… ;-)
Es bleibt natürlich jedem selber überlassen, wie man ein Hobby betreibt und ich will niemandem die Freude nehmen, möglichst exakte Statistiken über seine “Cacheerfolge” zu führen. Ich kann mich jedoch nicht vollständig des Eindrucks erwehren, dass so manch einer das *Hobby* Geocaching als *Wettbewerb* versteht. Nach meiner Meinung *kann* dies zu einer sukzessiven Verarmung der Cachelandschaft führen. Zum Beispiel dann, wenn überwiegend die so genannten “Drive-In-Caches” ausgelegt werden, weil anspruchsvolle und aufwändige Multis in der gleichen Region ein Schattendasein fristen.
Ich beschloss deshalb, mich selbst mit dem 500. Cache aus diesem “Wettbewerb” zu nehmen. Jeder geloggte Cache wurde (soweit er mir gut gefiel) zur neuen “Nummer 500″, ein anderer Cache, der mir persönlich weniger gefiel, wurde per “Write Note” umgewandelt. Dieses Spiel machte ich ziemlich genau ein Jahr lang, bis das Team Keitaro64 mich mit einem eigens dafür gelegten Mystery-Cache (“Fuer mich? Noe!” – GCZX8W) “herausforderte”. Ich fand diese Idee so klasse, dass ich diesen Cache unbedingt als ultimative und letzte Nummer 500 loggen wollte.
Seitdem schreibe ich grundsätzlich nur Notes, um mich bei den Ownern für ihre Mühe zu bedanken.

Hast Du einen Cache, den Du jedem empfehlen kannst?
Tatsächlich gibt es nicht “einen” Cache, den ich jedem empfehlen kann. Ich habe inzwischen so viele schöne Caches gesehen, dass ich einfach keinen einzelnen hervorheben kann (oder es möchte). Empfehlenswerte Caches sind genauso unterschiedlich und damit unvergleichbar wie die Kreativität und die Ideen der Owner. Eine halbwegs passende Antwort kann ich auch nur dann geben, wenn ich die Interessen des Fragestellers kenne. Wenn ich jemandem, der keine Rätsel lösen möchte, einen Mystery empfehle, habe ich das Thema irgendwie verfehlt…

Was macht einen guten Cache aus?
Ooooh nein! Da mache ich nicht mit! Bin ich denn verrückt? Diese Frage beantworte ich nicht ohne Rechtsbeistand und Polizeischutz!
Als ich mal richtig Langeweile hatte (also so wirklich und ernsthaft), dann habe ich auch mal in den einschlägigen Foren (es gibt doch mehr als eines, oder?) herumgestöbert. Da schreiben sich so viele Cacher zu genau dieser Frage die Finger so lange wund, dass ich mich ernsthaft frage, wann sie das letzte Mal eigentlich eine Dose in freier Wildbahn gesichtet haben. Auf Minimum 17 Seiten wird zu Tode diskutiert, was ein “guter” Cache ist. Sollte man die Lektüre tatsächlich bis zum letzten Kommentar durchgehalten haben (Respekt!), hat man aber eher den Eindruck, dass es gar keine guten Caches geben kann. Das ganze liest sich dann stellenweise wie ein göttlicher Kreuzzug gegen das teuflische Übel des Geocachings in Form von

  • Seriencaches (“Wenn man eine Serie angefangen hat, muss man sie auch beenden!”)
  • Microdosen (“Buhuu, da passen meine teuer erworbenen Coins, die ich sowieso nie losschicken würde, gar nicht rein!”)
  • besonders hinterlistigen Ammoboxen (“Die lassen sich ja ohne Spezialwerkzeug kaum öffnen!”)
  • Raetselcaches (“Der nächste Cache in meiner Umgebung ist ein Mystery, den ich nicht lösen kann – Hilfe, ich kann den nicht ignorieren!”)
  • viel zu langen Multis (“Für so etwas fehlt mir die Zeit, ich muss doch im Forum posten”)
  • viel zu kurzen Multis (“Wenn ich schon 180 km für einen Cache anfahre, dann will auch was davon haben – Mindestens 18 Stationen!”)
  • viel zu gefährlichen LostPlaces (“Wieso verlangt der Owner von mir, *da* oben zu suchen?”)
  • viel zu wenigen LostPlaces (“Freizeit für die Harten!”)
  • viel zu dunklen Nachtcaches (“Hat der Owner nie darüber nachgedacht, dass es auch Cacher ohne Lampen gibt?”)
  • viel zu kurzen Eisenbahnstrecken (oder so ähnlich)
  • Drive-In-Caches (“Die gibt es gar nicht! Bislang musste ich noch immer aussteigen :-(“)

Diese Litanei könnte ich fast endlos fortsetzen. Besonders clevere Forumsposter legen sich wohl inzwischen Signaturen von abzulehnenden Cachetypen, Dosengrößen oder Cacheregionen zu, so dass deren “Unterschrift” deutlich mehr Raum als die “Bill of Rights” einnimmt.
Und nun soll ich hier vielleicht zugeben, dass mir Serien-Nachtcaches (natürlich mit vorgeschaltetem, schier unmöglich zu lösendem Rätsel) mit 12 Mikrostationen und einer großen Ammobox am Final, ausgelegt auf einem LostPlace in der Nähe von Eisenbahnstrecken, besonders gut gefallen? Um mich der Gefahr aussetzen, von mindestens 137 durchgeknallten “Ich-hab’s-doch-immer-schon-gewusst”-Cachern erschlagen zu werden? Nein, danke! Ohne mich. Ich sage es so, wie es ist – oder zumindest sein muss: *Nichts* macht einen guten Cache aus. In Wirklichkeit cache ich nicht mal…
Vielleicht nur so viel: De gustibus non est disputandum ;-)

Wie siehst Du die Zukunft vom Geocaching?
Vor – ich schätze mal – zweieinhalb Jahren, gab es auf der ersten Seite der neuesten Caches in Deutschland (immerhin werden dort 20 Caches gelistet) circa 8 Events (grob und über den dicken Daumen geschätzt). Danach folgten seitenweise diese drolligen Multis, Traditionals oder Mysteries – also die, bei denen man Tupperdosen sucht. Mit Ausnahmen, denn es waren da wohl auch Webcamcaches dabei – aber die haben mich eigentlich nie so recht interessiert.
Seit dieser Zeit sind eine Menge neuer Cacher zu dem Hobby hinzugekommen und die Anzahl der suchbaren Dosen ist rapide in die Höhe gegangen. Das hat den Vorteil, dass man heute in Deutschland eine so hohe Cachedichte hat, wie sie wohl in kaum einer anderen Region zu finden ist.
Wenn man sich heute die neuesten Caches listen lässt, so findet man auf den ersten 5 Seiten Ankündigungen für Events im gesamten Bundesgebiet – also immerhin 100 Möglichkeiten, demnächst irgendwo ein Cacherbierchen trinken zu gehen.
Ich schließe daraus, dass ich spätestens 2012 an jedem Tag im Jahr – vielleicht mit Ausnahme des St.-Nimmerleins-Tages – viermal auch im hintersten Winkel der sächsischen Schweiz ein Event zu Fuß erreichen kann. Bis dahin sollten in meiner Wohnstrasse – natürlich nur, wenn die magischen 161 m gekippt wurden – 5 Caches liegen, die von etwa 5.000 Proficachern geloggt wurden. Zumindest habe ich dann genügend Gesprächsstoff, mich mit den anderen Mega-Eventteilnehmern sehr lange darüber zu unterhalten, so dass ich den Tag nicht mehr mit Arbeit zu überbrücken brauche.
Das sind die harten Fakten der Zahlen, die ich einfach einmal hochgerechnet habe. ;-)
Ohne die Zuhilfenahme einer Hochrechnung nehme ich an, dass das Geocaching, so wie es sich zur Zeit darstellt, wenig Veränderungen erfahren wird. Sicher wird es auf Grund der bisherigen Cachedichte immer schwieriger werden, besondere oder “neue” Locations mit Caches vorzustellen. Ich nehme an, dass auch in Zukunft mit einer überwiegenden Anzahl von Traditionals zu rechnen ist, dass aber auch immer wieder besondere Multicaches mit überraschenden Ideen hinzukommen werden. Gespannt bin ich darauf, wie sich wohl der neue Cachetyp “Wherigo” entwickeln wird. Bislang wurden hier die Möglichkeiten wohl nur ansatzweise genutzt und es bleibt zu wünschen, dass sich diese relativ neue Idee positiv – also ohne kommerziellen Hintergrund – entwickelt. Schau’n mer mal…

Vielen Dank für das ausführliche Beantworten meiner Fragen, es war mir eine Freude!

Thema: Interview | 5 Kommentare

5 Fragen – Geocacher tpo gefragt

Samstag, 29.03.2008 22:09 Uhr geschrieben von  

Fünf Fragen an Geocacher aus dem Raum Bonn und Köln, den Anfang macht tpo. Er hat unter anderem den Cache “Bonn bei Nacht” versteckt, welcher mir ausgesprochen gut gefallen hat. Bei diesem Cache muss man einige Aufgaben bewältigen und zwischendurch die wunderbaren Aussichten auf Bonn genießen, siehe Foto.

Wann und wie bist Du zum Geocaching gekommen?
Ein Kollege (Holger von HoPri) hat bei einem Betriebsausflug im September 2003 eine Geocaching-Tour veranstaltet. Das hat mir gut gefallen – gewandert bin ich schon immer gerne, und, wie der Spiegel seinerzeit schrieb, beruhigt es einen Nerd ungemein, wenn man auch in der Natur alle paar Minuten auf ein Display gucken kann. Mein Bruder besaß ein Garmin eTrex Legend; damit habe ich am 03. Oktober 2003 meinen ersten Cache gefunden (“Leserpark”). Das war der erste und letzte Cache zusammen mit meinem Sohn (“zu langweilig”). Aber ich war damit ans Geocaching verloren. Die nächsten Caches waren “Wasser und Himmel” und “Trinkers Wahn”. Damals (hach) waren fast alle Caches so, wie ich mir auch heute noch einen Cache wünsche.

Bonn bei Nacht
Bonn bei Nacht

Was findest Du an Micros so doof?
Mikros sind mal eben schnell versteckt. Man muss sich keine Mühe geben – ein Versteck aussuchen, das überlebt, Aufwand für Tauschmaterial spendieren, etc. Ein Mikro ist ein Indikator für einen lieblosen Cache – Geocachers Fast Food. Was mich nervt, ist die Tatsache, dass im Bonner Raum fast nur noch Mikros gelegt werden – und die meisten sind langweilig: entweder eine öde Kirche oder ein Rätsel zum “Googeln”, mit Magnet irgendwo hingehangen (wenn er nicht im Dreck liegt), wo man keinen Spaß beim Suchen hat, weil ständig Leute vorbeikommen und dann steht in der Cachebeschreibung immer “Achtung Muggel – bitte aufpassen!” – toll. Also braucht man einen Hint, der so genau ist, dass man eigentlich gar nicht mehr suchen muss: 1/1. Das gilt übrigens auch für kleine Small-Dosen, die funktional Mikros entsprechen.
Ich habe auf Dienstreise in fremden Städten auch schon mit Begeisterung Mikros gesucht. Ich suche auch in Bonn Mikros – aber bitte nicht ausschließlich, und dann witzig versteckt, wie z.B. Sisutl – die doppelköpfige Schlange.

Hast Du einen Cache, den Du jedem empfehlen kannst?
Oh, viele! Bei Opencaching habe ich fleißig Empfehlungen verteilt. Uneingeschränkt empfehlen kann ich alle Caches von Woffi!

Was macht einen guten Cache aus?
Für mich ist die Location am Wichtigsten – weil ich keine unbedosten schönen Stellen mehr kenne, habe ich auch schon lange keinen Cache mehr versteckt. Zur Location gehört auch die Wegführung, die mich positiv überraschen soll. Deshalb laufe ich lieber Multis. Über kreative Aufgaben freue ich mich auch – aber sie kommen erst an zweiter Stelle. Bei Nachtcaches stehen allerdings die Aufgaben eher im Vordergrund – von der Gegend sieht man ja nicht so viel. Aufgaben, die die lokalen Gegebenheiten einbeziehen – also nur dort gestellt und gelöst werden können, mag ich am liebsten. Prima Beispiel ist “Der Weg nach Gondolin” – schöne Gegend, tolle Aufgaben.

Wie siehst Du die Zukunft vom Geocaching?
Das größte Problem ist in meinen Augen der Mangel an guten Locations. Als ich vor 4 Jahren anfing, gab es noch so viele schöne cachejungfräuliche Stellen – heute liegt schon überall mindestens eine Dose. Deshalb ist der Qualitätsverlust bei neueren Caches ja auch kein Wunder. Im Vergleich zu früher ist durch die stark angestiegene Zahl von Caches und Cachern der Blick sehr eingeschränkt. Als ich anfing, kannte ich bald alle Caches zwischen Neuwied, Gummersbach, Köln und Aachen (nicht, dass ich alle gesucht hätte, aber ihre Existenz war mir bewusst) und fast alle Geocacher. Heutzutage kann in 20 km Entfernung ein toller Cache liegen und ich merke es nicht. Deshalb werden Bewertungssysteme (welcher Art auch immer) wichtiger werden. Die Cache-des-Monats-Liste im Grünen Forum ist ein schönes Beispiel. Mangels Locations wird man zunehmend andere Merkmale brauchen, um ein besonderes Erlebnis zu haben – sei es das Kriechen durch schlammige Röhren, das Erklettern von Autobahnbrückenpfeilern oder Bäumen, Abseilen, Bäche durchwaten und sonstige Mutproben. Ehrlich gesagt ist mir das lieber als eine Mysteryschwemme – auch eine Möglichkeit, sich ohne tolle Location intensiv mit einem Cache zu beschäftigen.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und Dir weiterhin viel Freude beim Cachen.

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